„Manchmal ist der beste Weg, einen Schlag zu liefern, einen Schritt zurück zu machen. Aber wenn du zu weit weichst …“ – Million Dollar Baby (2004) „… Dann kommt man vielleicht zu nichts mehr?!“

„Ich war fünf Wochen im Krankenhaus, damit es mir endlich wieder besser geht, und jetzt?!“ Tja, und jetzt? Jetzt schlürfe ich, mit fettigen, unbändigen Haaren, Augenringen bis zum Boden und gefühlt einer Tonne Schmerzmitteln intus auf Krücken durch meine Wohnung und brauche circa 20 Minuten, um von egal wo bis zum Klo zu kommen. Am besten gleich hier einnisten. „ICH habe das Klo annektiert!“ (Wie damals „ICH habe Feuer gemacht!“) Ja, ist klar, soweit kommt’s noch.
Das beknackteste an meiner Lage ist jedoch: Ich kann die mir gegebene Zeit wieder mal gar nicht oder so gut wie gar nicht effektiv nutzen.

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Entweder liegt es an den Schmerzen: Wenn ich schon mal etwas heben kann, dann fällt mir alles wieder aus den Händen. Auf Krücken laufen geht dann auch schwer, da die Hände nicht richtig funktionieren, um die Krücken zu halten. Ohne Krücken zu laufen geht aber auch nicht, da die Schmerzen in meinen Füßen sich anfühlen, als würde mir jemand permanent die Achillessehnen ansägen.

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Und ganz allgemein gesprochen: Es fühlt sich wieder mal an, als ob sich ein Elefant auf mich draufgesetzt hat, aber ich mich wie immer weiterbewegen muss/kann/darf, nur eben mit Elefant im Schlepptau.

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Oder es liegt an den Schmerzmitteln: Leichte bis mittelstarke Schmerzmittel wirken so gar nicht oder so gut wie gar nicht und die Wirkungsweise von starken Schmerzmitteln ist völlig unberechenbar, beziehungsweise knocken sie meinen Kopf komplett aus.

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Ich kann mich halt so null konzentrieren und meine komplette Kreativität leidet sowohl unter den Schmerzen als auch unter den Schmerzmitteln.

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Ich bin damals hin und wieder in einem ähnlichen Zustand sogar noch zur Schule gegangen. Erstens, weil meine Fehlzeiten so schon maßlos überschritten waren, und zweitens, um Gott und der Welt wer weiß was zu beweisen. Langer Rede, großer Unsinn, jedenfalls kam ich paar Minuten zu spät zum Unterricht und klappte, dankbar, zu sitzen, auf meinem Platz zusammen. Als ich wieder aufblickte, lächelte mich meine Sitznachbarin freundlich an und fragte tatsächlich: „Wird es heute regnen? Ich meine, das ist doch bei Rheumatikern so, oder, BeaBu?“ WTF?! „Ich bin doch kein Wetterfrosch! Woher soll ich denn wissen, ob es mir so sch@&€$ geht, weil es gestern geregnet hat, es heute regnet oder morgen regnen wird?“ Grundsätzlich bin ich schon wetterfühlig, aber so wie es mir manchmal geht, müsste das einen Schneesturm im Juli bedeuten!

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Das schlimmste war aber, sich in dem Zustand zur Schule zu quälen und dann plötzlich eine spontane Freistunde zu haben, und/oder hitzefrei (in beiden Fällen stellte sich mir die Frage: Na super, und dafür hab ich mich hierher geschleppt?) oder am allerbesten in dem Zustand auch noch einen PROBE-Feueralarm mitzumachen, na Prost Mahlzeit!

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„Aber, BeaBu, mach doch einfach eine Liste deiner liebsten irgendwas!“ So auch geschehen letzte Woche, aber was mache ich mit den kommenden Wochen? Und viel wichtiger, was soll der Dreck mit meinen Medikamenten? „Es kann 8 bis 12 Wochen dauern, bis das neue Medikament seine endgültige Wirkung erreicht.“ Das ist gut überschaubar, denn zwei Drittel der Zeit sind rum, und in der Zwischenzeit versuche ich, uns die Zeit mit netten Bildbeiträgen zu versüßen und euch auf dem laufenden zu halten.

Haben wir also alle ein wenig Geduld und bald gibt es dann auch wieder neue Kurzgeschichten von mir.
Vielleicht auch schon nächste Woche.

À bientôt

Eure BeaBu

Ein Gedanke zu „„Manchmal ist der beste Weg, einen Schlag zu liefern, einen Schritt zurück zu machen. Aber wenn du zu weit weichst …“ – Million Dollar Baby (2004) „… Dann kommt man vielleicht zu nichts mehr?!“

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